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Aupair für 10 Monate (Sep 09–Juni 10):Der missglückte Start als Pferdemami in Pto de la Cruz

Im Nachhinein sind diese 10 Monate eine der besten Zeiten meines bisherigen Lebens. Klar gab es Höhen und Tiefen, vor allem die ersten 6 Wochen haben mich an meine Grenzen gebracht und am Ende habe ich die Minuten bis zum Abflug nach Hause gezählt, aber nach fast 1 Jahr auf einer Insel, die man innerhalb von 8 Stunden reiner Fahrtzeit durchfahren hat, kein Wunder.

Teneriffa ist dazu auch noch eine echte Touristenstadt, viele deutsche Auswanderer und die Strände voller Touristen.

Ein Ausschnit aus meinem Tagebuch vor meiner Reise:

 

morgen früh geht endlich mein flieger in richtung spanien! ich weiß, dass ich hier ne menge verpassen werd (die tollsten leute dies überhaupt gibt, die wies'n, die ganzen festl, geburtstagspartys, silvester und natürlich fasching) aber mit sicherheit werd ich euch auf dem laufenden halten und ich hoffe für euch, dass ihr das genauso machen werdet ;D

 

Spätestens 2 Monate nach meiner Ankunft daheim wurde mir klar, dass ich rein gar nichts verpasst habe- im Gegenteil, ich bin erwachsen und selbstständig geworden, der Rest ist irgendwie stehen geblieben. Ich hatte mich an einen anderen Tagesablauf gewöhnt, habe gelernt, mich an die Gewohnheiten anderer Menschen anzupassen und auf vieles aus meinen Leben in der Megastadt München zu verzichten. Dass ich recht bald eben diese "münchner Gewohnheiten" regelrecht verabscheuen werde, war mir selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

 

Die ersten 6 Wochen verbrachte ich bei einer deutschen Auswandererfamilie in den Bergen auf einem Pferdehof. Reiche Leute, die sich ein wirklich schickes Haus gebaut haben, sich allerdings partout nicht an die spanische, bzw. kanarische Kultur anpassen wollten. Nach 40 Jahren kaum ein Wort Spanisch sprechen und mit den Einheimischen nichts zu tun haben wollen, mit sowas kann ich mich nicht abfinden. A und O beim Auswandern ist für mich, sich an die neue Umgebung anzupassen und Kontakt zu Einheimischen aufzubauen.

Gut, damit hätte ich mich abfinden können und mir ein eigenes Leben aufbauen können, aber wozu bei einer Familie bleiben, die keinerlei Interesse an einem zeigen, aber verlangen mit unter dem selben Dach zu wohnen? Ein Tagebuchausschnitt, als fest stand, dass ich die Familie verlassen werde:


Klein Lulu hat sich nun lange genug ärgern, anmaulen und rumscheuchen lassen.

Und wenn Leute ihr Maul nicht auf bekommen, weil sie zu launisch sind, oder kein bock zum antworten haben und auch sonst keinerlei Interesse an einem zeigen und ich dann noch mit denen unter einem Dach wohnen muss, dann denk ich mir "leckts mich doch am Arsch"..

Außerdem wohne ich hier oben in den Bergen SO am Arsch der Welt, dass ich nachmittags nichtmal für 2-3 Stunden in die Stadt fahren kann, weil kein Bus kommt und Autofahren geht auch nich...

 

Zwar hab ich schon einige wirklich richtig nette Leute hier in Puerto de la Cruz kennengelernt, mit denen ich mich ab und zu verabrede, und mit denen ich echt gut klar komme, aber das hilft leider nichts, wenn ich "Zuhause" nicht akzeptiert werde und mich nicht wohl fühle.

Auch wenn in meinem Spanischkurs ein Türsteher von nem richtig tollen Club is, (der hat mich sogar schon eingeladen, obwohl der Club erst ab 21 is- das sind hier übrigens viele Bars und Discos, aber warum weiß keiner), aber leider habe ich in Puerto keinen anderen Job gefunden und einfach so ein Apartment für 6 Monate mieten geht auch nich...

 

Also hab ich mich entschieden, in die Nähe von der Hauptstadt zu wechseln und bin nun ab nächstem Freitag bei einer richtig netten spanischen Familie in Santa Cruz, die bis Juni ein Aupair suchen.

(also Kinder zur Schule bringen, Hausaufgaben mit denen machen und die zu ihren Freizeitaktivitäten begleiten)

Zwar bin ich dann nochmal ein Monat länger von zu Hause weg, aber das nehm ich gerne in Kauf.(und ich komme euch im März besuuuuuuchen - also da bloß nicht in Urlaub fahrn oder so ;D) Hauptsache weg von dem Kuhkaff und diesen Hornochsen hier...(Heim gefahren bin ich im Endefekt nicht, so sehr hatte ich mich an das neue Leben gewöhnt.)

 

Vllt könnt ihr euch das gar nicht vorstellen, dass es so komplett "falsche" Leute gibt(manche werden denken- die Lulu, die übertreibt da a bissal), aber das sind deutsche Auswanderer, die ne menge Geld haben und meinen, sie wären die tollsten und besten, das ist leider echt so...

Und da geben mir hier auch die Einheimischen recht, dass die meisten Deutschen, die hier leben richtig unverschämt sind.. und geizig (ja- Geiz soll ja eigtl geil sein, aber naja..)



10.10.09 23:58
 



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