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Madrid 2010

Als ich 2009/ 2010 auf Teneriffa war, hatte ich dort die Residencia, heißt ein Nachweiß, dass ich Einwohner bin. Damit habe ich in Vergnügungsparks vergünstigten Eintritt und Flug – und Fährentickets billiger bekommen. Da man mit dieser Residencia aber nur im Reisebüro buchen kann und nicht übers Internet, musste ich am Ende für den Flug doch fast 80 Euro hinlegen (nicht teuer, aber für „echte“ Kanarios, die übers Internet gebucht hätten, wärens nur etwa 30€ gewesen.)



Nun gut, Madrid:

Eine Stadt,die nie schläft!

Angekommen bin ich an einem Donnerstag gegen 1 Uhr nachts und da ich mir die Hotelkosten sparen wollte, bin ich Couchsurfen gegangen (im Internet gibt's eine Art Plattform wie Lokalisten und Facebook und da lernt man Leute aus anderen Städten kennen, bei denen man dann auf der Couch/Sofa schlafen kann. Und man zahlt nichts und bekommt evtl noch Frühstück oder wird mal lecker bekocht ) Viele (eigtl alle außer meine Mum) haben gesagt, dass ich das doch nich machen kann und ich würde die Leute doch nich kennen und Bla und Keks.. Aber hey, no risk no fun oder? Und am Ende kam ich eine Erasmus-Wg und mit den Studenten hab ich mich super gut verstanden. Leider haben wir nicht viel miteinander gemacht, da ich von früh morgens bis abends gegen 10 immer unterwegs war, aber Freitag und Samstag Abend haben sie mir das Nightlife von Madrid gezeigt. Und die Stadt ist nachts wie tagsüber der absolute Hammer!

 

In den drei Tagen hab ich so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen(also die wichtigsten-bis auf die Museen), allerdings sind die nicht so beeindruckend wie das Leben, das die Spanier da führen. Irgendwie locker, immer fröhlich, offen für alles und sie genießen einfach jeden einzelnen Tag. Stubenhocker gibt's da glaub ich keine, da alle Cafés und Bars immer voll besetzt sind. Ich hab mich ganz oft auf ne Bank an den Plazas gesetzt und einfach nur die Leute beobachtet.

Und ich hab jede Menge Leute kennen gelernt! Junge Leute, mit denen ich auf jeden Fall Kontakt halten werde(da das mit Sicherheit nicht mein erster und letzter Aufenthalt in Madrid wa ), aber auch ältere Leute, die mir viel über die Stadt und die Geschichte erzählt haben. Echt cool, da es viel interessanter ist, als in ein Museum zu gehen.

 

Dass wir Deutschen von uns aus zum Beispiel einen Touristen in der Stadt ansprechen und uns mit ihm unterhalten, geschweige denn Kontaktnummern/Adressen austauschen, das ist irgendwie unvorstellbar. Und das ist auch ein Punkt, den ich hier überhaupt nicht vermisse! Die Verklemmtheit und verspannte Art der Deutschen ;-) Die Spanier sind so offen und wollen alles mit jedem teilen-irgendwie kann man das nicht richtig beschreiben, man muss es einfach selbst erleben

 

Mein persönliches Highlight war ein typischer Stierkampf. Echt Wahnsinn! Bei so einem „Fest“ werden insgesamt 6 Stiere getötet. Also sechsmal der gleiche Ablauf. Bei der ersten Runde saß ich mit offenem Mund auf meinem Platz und konnte irgendwie nicht glauben, was da gerade passiert. Ich war voll baff und hab sogar fast vergessen zu fotografieren Erst wird der Stier mit einer Art Spieß im Genack verletzt, dann werden ihm dort mit einem Widerhaken Fähnchen festgemacht, dann wird er mit den roten Tüchern verwirrt und am Ende ( wenn er schon völlig Banane ist) wird er mit 1 einzigen Stich in die Hauptschlagader sofort getötet.

Meine Gastmama hat gemeint, dass das nix für mich wäre, mit dem ganzen Blut und den am Ende toten Tieren. Klar, wars nicht unbedingt schön anzusehen und manche würden es als Tierquälerei ansehen, aber es ist spanische Tradition und in so manchen Massenzuchtställen werden Tiere auf Dauer mehr gequält, als in so einer Arena. Naja, genug davon, wenn ihr mal in Spanien seid, schaut euch sowas unbedingt an!


Am ersten Abend waren wir auf nem Geburtstag von nem Franzosen (auch von Erasmus) und dann noch in ner Art Club, nur so groß wie ne Bar. Der Geburtstag, naja... Franzosen halt, die sindd nicht so mein Ding

Und am zweiten Abend sind wir in nen richtigen Club gegangen, wo n Konzert von der Band Muse übertragen wurde. Zwar nicht meine Musik, aber dafür hab ich ein Medl aus Unterhaching (ein Nachbarort von meinem Zuhause in München) kennen gelernt! Wahnsinn wie klein die Welt ist!



Ja und sonst sind die Tage echt schnell vorbei gegangen... Im Santiago Bernabeau Stadion hab ich nen Holländer und seine Mum kennengelernt, mit denen ich mich dann fürn nächsten Tag verabredet hab und die mich dann auch noch zum Essen eingeladen haben.



Auf jeden Fall wars echt ne tolle Erfahrung, mal alleine in ne Stadt zu fahren und bei Fremden auf der Couch zu schlafen. Vor knapp 8 Monaten hätte ich Leuten nen Vogel gezeigt, wenn sie mir vorgeschlagen hätten, sowas mal zu machen.



Couchsurfing. Dass das nichtmal 2 Jahre später ein Teil von all meinen Reisen sein wird, habe ich mir damals noch nicht vorstellen können.

Es ist der gewisse Adrenalin-kick, auf was für eine Art Mensch man letzten Endes trifft, übers Internet kann man einen Menschen ja eigentlich gar nicht wirklich einschätzen. Dann ist es auch die Neugier, wie lebt dieser jemand wohl, genauso wie ich daheim? Welche Gewohnheiten hat er?

Vor allem ist es aber die Tatsache, dass man eine Stadt, bzw. ein Land so kennen lernen kann, wie es die Einheimischen kennen, nicht als Tourist. Man bekommt Tipps und Ratschläge, was man sich unbedingt anschauen muss und was man ruhig sein lassen kann.

 

Wenn alles gut läuft, findet man Freunde fürs Leben, mit denen man Kontakt hält, sich irgendwann, irgendwo wieder trifft und einfach Freunde an vielen Orten der Welt hat.

Und wenns schlecht läuft? Zum Glück musste ich das noch nicht erleben.

15.4.10 21:32
 



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