gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



Itchy Feet

* Themen
     Kolumbien
     Venezuela
     Peru
     Bolivien
     A Farmer's Diary
     Chile
     Argentinien
     Auf See im Mittelmeer
     Unterwegs
     Mexico
     Teneriffa
     Gran Canaria
     Madrid

* mehr
     nächste Ziele






Und wie ist nun das Leben als Aupair?

Ich denke, nein ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das Land, bzw. die Stadt des Aufenthalts sehr viel ausmacht, wie nun die Zeit des Aupairdaseins verläuft.

Teneriffa ist – wie alle anderen kanarischen Inseln auch- eine Insel, die hauptsächlich vom Tourismus lebt, dazu auch noch sehr viel von deutschen Urlaubern.

Ich war in einer Familie, in der die Kinder auf eine deutsche Schule gegangen sind, der Vater Halbdeutscher war, und die Nachbarn kamen aus der Schweiz. Trotzdem habe ich viel von dem kanarischen Leben mitbekommen. Kanarisch kann man vllt nicht sagen, es leben sehr sehr viele Einwanderer dort. Nicht nur aus Deutschland! Meine Gastfamilie kam aus Chile, die Nachbarn waren – wie bereits geschrieben – aus der Schweiz, die Besten Freunde kamen aus Argentinien, eine andere Familie aus Venezuela und ich weiß nicht mehr woher noch.

Die 10 Monate waren überragend, das steht außer Frage! Ich habe Spanisch gelernt, meine Liebe zum Reisen entdeckt und gelernt, mit dem glücklich zu sein, was ich besitze. Ich hoffe, dass ich diese Ansichten an viele Leute weitergeben kann, wenn sie sich auch nur mal kurz Gedanken über den Luxus, den wir eigentlich besitzten, machen.

Meine Gastfamilie hat mich aufgefangen, als ich total am Ende war, nicht mehr weiter wusste, nicht wusste wohin und wer mir nun eigentlich helfen kann ( mehr dazu in dem Eintrag vom 10.10.2009)

Dafür bin ich dieser Familie über alles dankbar! Zumal ich das Glück hatte, nicht wie eine Angestellte behandelt zu werden, sondern wirklich wie ein Teil der Familie. Die Kinder waren am Ende eher meine Geschwister als meine „Arbeit“ und die Gastmama mein Mama-Ersatz. Viele Aupairs werden wirklich nur dazu „ eingestellt“, um zu arbeiten, heißt, den Haushalt zu machen und die Kinder zu beschäftigen. Im internationalen Aupaivertrag steht drin, dass ein Aupair nur eine maximale Anzahl an Studen „arbeiten“ darf.

Und wenn ich mich mal einen ganzen Tag um die beiden kümmern musste, weil die Mutter Migäne hatte? Dann war das eben so, es gab kein Extrageld, ich habe das gemacht, weil das meine Familie war. Natürlich war ich am Ende oft etwas genervt und wollte nur meine Ruhe haben, aber ich denke, das ist normal, wenn man den ganzen Tag aufeinander hockt und gleichzeitig die Liebsten zu Hause vermisst.

Natürlich flogen auch mal die Fetzen, aber da ich ein Teil der Familie war, konnte man mich wenigstens nicht feuern. Spaß bei Seite, mit jedem Menschen, mit dem man zusammen lebt, streitet man sich früher oder später, da macht es keinen Unterschied, ob das selbe oder ein anderes Blut durch die Adern fließt.


Ich bin froh, diese 10 Monate erlebt haben zu dürfen. Sie haben mein Leben verändert, auch wenn es Anfangs wirklich schwer war, zurück in München diese Veränderungen weiter- bzw. auszuleben.

Ich möchte nicht nochmal als Aupair arbeiten, dafür bin ich einfach nicht gemacht, aber ich kann es nur jedem nahe legen, der schonmal mit dem Gedanken gespielt hat!

16.5.12 22:14
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung