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Itchy Feet

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Alleine verreisen? warum eigentlich nicht?

"Ganz allein?" "Hast du da keine Angst?" "Um Gottes Willen!" "Dass du ja auf dich aufpasst!" So oder so ähnlich lauten die Reaktionen aller, denen ich erzähle, ich werde alleine verreisen.

Ob ich keine Angst habe, so ganz allein? Wovor? Dass ich überfallen werde? Wenn man in aller Öffentlichkeit Handy, Klunker und Geld präsentiert, sollte es kein Wunder sein, dass Taschendiebe hier ihr Glück versuchen. Am besten alle Wertsachen von Anfang an zu Hause lassen. Und zwar ganz zu Hause. Langfinger sind auch in Hostels unterwegs (musste ich selbst in Erfahrung bringen, in irgendeiner Absteige hat man mir meine USB-Sticks sammt Fotos geklaut) Alternative ist natürlich ein Schlossfach in der Unterkunft oder bewachte Gepäckaufbewahrungen.



Das Leben als Backpacker ist schon mehr als geil, ich würde behaupten, dass nur ein Rucksackreisender weiß, was Freiheit wirklich bedeutet. Klar, heißt „frei sein“ für jeden etwas anderes, aber ich kann mir nichts geileres vorstellen, als mit meinem ganzen Hab und Gut nur in einem Rucksack verstaut, ohne Plan und wirkliches Ziel durch die Gegend zu laufen. Ohne jede Vorstellung, wo man die Nacht verbringt und was am nächsten Tag auf einen zukommt.


In einem Hostel habe ich einen jungen Typ aus Reutlingen kennengelernt-ebenfalls alleine unterwegs-, der will sich einen Käfer kaufen und damit bis nach Panama fahren. Hört sich mehr als geil an, ist es denk ich auch, nur ist gesagt nicht gleich getan. Die Zeiten, in denen man sich einfach ein Auto kaufen und losfahren kann, sind längst vorbei. Ausländer dürfen keine Autos kaufen, bzw. verkaufen, nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu muss das Auto noch versichert werden etc. etc. Dazu kommt, dass man auf so einem Trip mehrere Länder durchfährt und in jedem Land mittlerweile andere Voraussetzungen herrschen. Da ist man am Ende mehr mit Regeln, Rechten und Paragrafen beschäftigt, als den Trip zu genießen.

Wieder ein Punkt, bei dem man merkt, das der Tourismus und damit der Fortschritt alles einholt.


Man lernt wirklich sehr sehr viele Leute kennen, ist fast nie allein. Irgendwie fehlt mir das, aber als Alleinreisender kann man sich leichter abkuppeln als Zusammenreisende. Es ist also tatsächlich schwieriger, mal seine Ruhe zu haben, anstatt in Gesellschaft zu sein.

Klar ist in der Gruppe vieles billiger und einfacher, aber ein paar ruhige, chillige Stunden am Strand oder sonst wo, um seine Gedanken schweifen zu lassen und mal nicht über diese belanglosen Themen zu reden, wie „wo kommst du her?“, „Was machst du so?“, „Wo willst du hin?“, „Wie lang bist du schon unterwegs?“. Das ist zwar wirklich interessant, aber man kommt nicht immer weiter als über diese Fragen hinaus.

Ich denke, das ist in jedem Land das selbe.

 

Was mich persönlich am meisten aufregt, ist, wenn ich mit jemandem Unterwegs bin und ständig gefragt werde, wo es nun als nächstes hin geht, oder was wir als nächstes tun wollen.

Antworten wie „mir egal, entscheide du“, werden selten akzeptiert, bzw kann man dann schonmal einplanen, dass der Gegenüber recht bald angepisst reagiert.

Manchmal habe ich schlicht und einfach das Bedürfnis planlos durch die Gegend zu laufen, ohne irgendein Ziel im Auge zu haben.

30.5.12 14:23
 



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