gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



Itchy Feet

* Themen
     Kolumbien
     Venezuela
     Peru
     Bolivien
     A Farmer's Diary
     Chile
     Argentinien
     Auf See im Mittelmeer
     Unterwegs
     Mexico
     Teneriffa
     Gran Canaria
     Madrid

* mehr
     nächste Ziele






Das Land an sich und die Touristenhochburg Acapulco

14 Städte, über 5000 km in 3 Wochen. Ein krasser Zeitplan, den ich mir da zusammengebastelt hatte. Mehr als einmal habe ich gelesen, man soll Mexico nicht überschätzen, das Land sei riesig! „Ach was!“ habe ich mir gedacht, „auf der Weltkarte siehts doch gar nicht so groß aus“ Am Ende wurden aus meinem 14 Städten nur 12, zwei davon habe ich nur kurz passiert, um den Bus zu wechseln. Pro Stadt 1-2 Tage, weshalb ich meistens im Nachtbus von Stadt zu Stadt gefahren bin und tagsüber die Zeit voll auskosten konnte. Zudem habe ich so natürlich noch eine Menge Geld gespart.

Das Bussystem ist in Mexiko wirklich super ausgebaut, fast besser als in so mancher deutschen Stadt. Trotzdem musste ich einmal eine Tagfahrt einplanen, um von Puerto Escondido über Acapulco nach Zihuatanejo zu kommen:


Braches Land, auf dem Kühe und Pferde mit ihren Fohlen grasen, wechseln sich mit dicht bewaldeten Stellen ab. Weiße, braune, graue, schwarze, beige, sogar orange-weiß-gefleckte Kühe gibt es hier. Die Pferdchen sind alle kleiner und schlanker als bei uns, aber ich schätze, trotzdem 1000 mal robuster.


Hier und da eine Strohhütte, manchmal auch nur 4 Stöcke und eine Plane drübergespannt. Felder mit Mango- oder Papayabäumen, Tonnenweise werden die leckeren, zuckersüßen Früchte weg geworfen, da viele Bäume wild wachsen und niemand das Obst abnimmt, bevor es überreif ist und verdirbt. Das scheint hier fast eine „Plage“ zu sein. Viel zu viele Mangos für zu wenige Menschen.


Überall sieht man abgenutzte und verlassene kleine Ruinen, mit Moos und Kletterpflanzen bewachsen, vielleicht ein ehemaliger Stall oder sogar ein Farmerhaus.

Oft habe ich mir ausgemalt, was für eine Familie dort wohl gelebt hat, warum sie das Haus verlassen mussten und was mit den Familienmitgliedern passiert ist. Versicherungen und vor allem Hilfe vom Staat gibt es dort glaube ich nämlich nicht. Zumindest ist das in Brasilien so.


Jede zweite Familie verkauft am Straßenrand Obst, Gemüse, Tacos und Kekse. Dahinter spielen die Kinder mit „Müll“ (zB. Mit einer Tomate und einem Stöckchen) Hängematten hängen für die Siesta bereit und alle strahlen dieses gewisse chillige, relaxte Etwas aus.

Autowerkstätte und Autoreparaturen sowie „Reifenfirmen“ gibt es hier wie Sand am Meer. Komisch, da nicht übermäßig viele Autos auf den Straßen unterwegs sind.




Acapulco. Beim Durchfahren einer Stadt mit dem Bus kann man sich ja immer einen recht guten ersten Eindruck verschaffen.

Ich hab mir die Stadt moderner vorgestellt, wahrscheinlich ist sies auch im Hotelbereich. Da, wo wir lang gefahren sind, war alles typisch mexikanisch, wie alle bisher gesehenen Städte auch. Nur größer, lauter, bunter, voller. Der Verkehr war Wahnsinn, wie in 'NY, nur nicht so modern (also so, wie ich NY aus Filmen kenne) Total schwül, selbst abends um 7 Uhr noch. Zu viel Autoabgase und Beton, der die Wärme speichert.

Eine Stunde hatte ich Zeit, bis mein Anschlussbus nach Zihuatanejo fährt. Ich wollte kurz meine Mails checken (die letzten Tage hatte ich nicht ein bisschen Internetzugang), was essen und ein, zwei Postkarten von Acapulco kaufen. Gefunden habe ich letzten Endes nur was zum Essen. Wie so oft bei OXXO (eine Supermarktkette, die es an jeder Ecke in jeder Stadt gibt und 24 Stunden geöffnet haben) Eine kleine Pizza, ein Burrito und einen Joghurtdrink, um wenigstens etwas frisches zu mir zu nehmen. Zum Frühstück gab es nämlich schon nur abgepackte Kekse und einen Fertigdounut.

Warum in solchen Supermärkten nur Fertigprodukte verkauft werden, bzw abgepackte und lange haltbare Lebensmittel und kein frisches Obst und Gemüse, verstehe ich nicht. Mag wohl an der Mentalität liegen, die Mexicaner essen eher Fleisch als frisches Gemüse. Außerdem wird Frisches nur auf Märkten oder in großen Supermärkten verkauft. Auch Einkaufszentren sind in Mexiko anders. Wir kennen Sie mit verschiedenen Billigklamotten-Läden, dem ein oder anderen Markenladen, Supermärkte, Papeterien und Schnellimbisse. Letzeres gibt es auch on Mass in Mexiko, aber auch viele richtige Restaurants. Der Hauptunterschied liegt jedoch darin, dass die typischen mexikanischen Einkaufszentren NUR Markensachen verkaufen. Da steht also ein Luxusladen neben dem anderen, für H&M und Co ist da kein Platz mehr, bzw. bezweifle ich, dass es sowas überhaupt gibt.


Acapulco an sich liegt sehr schön, in einem Tal direkt am Meer, hinter Bergen versteckt. Traditionell gekleidet, wie in allen anderen Städten, habe ich niemanden gesehen, aber das würde auch irgendwie nicht ins Flair und den Charakter der Stadt passen. Aber was will ich überhaupt sagen, ich war ja nur etwas mehr als eine Stunde da...

26.4.12 21:21
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung