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Itchy Feet

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Beachboys und Surfgirls – das Backpacker Resort Syulita

Sayulita ist wirklich nicht groß. Eine, höchstens zwei Hauptstraßen. Hostels gibt’s einige, ich habe gemerkt, dass nur die, die von außen auch einladend aussehen, wirklich bequem und chillig sind. Ein schönes Zimmer, die Bäder sind ok und dass die Klos oder Duschen nicht richtig funktionieren, ist hier ja normal...

Holly aus meinem Zimmer hat mich gleich eingeladen, am Abend mit zur Happy Hour zu kommen; Sie will ein paar Freunde aus Kanada treffen. Dass sich die dann nur über den Sex der letzten Nacht und Drogen unterhalten, war mir im Vornherein nicht klar. Natürlich nicht. Und sich 2 Händchen haltend gegenüber sitzen, wenn am Tisch nur 3 Leute sind (und sich ganz verliebt in die Augen schauen) auch nicht.

Leider konnte ich mich auch nicht vom Acker machen, Happy Hour heißt zwei Bier zum Preis von einem, und Kohlensäure auf Ex trinken, kann ich auch nicht. Und stehen lassen schon gar nicht!

Holly ist seit 2 Wochen hier, kennt sich super aus, aber irgendwie ist ihr das wichtig, dass das alle wissen. Und naja, in einem Freundeskreis als einziger Außenstehender zu sein, ist eh scheiße. Vor allem, wenn es um den Klatsch und Tratsch aus dem Heimatdorf geht.

 

In dem Hostel wohnt seit paar Wochen noch ein anderer Verrückter, malt Bilder, die im ganzen Haus hängen und bedruckt T-Shirts. Mit einer Maschine, die wohl eine der ersten T-Shirt-Druckmaschinen überhaupt gewesen sein wird. Ein Riesen-Trum, manuell betrieben und ich schätze an die 50 kg schwer. Rote, glasige Augen, spageldürr und philosophisch veranlagt, er kann nämlich zwei deutsche Wörter:“geworfen“ und „Textaufbau“. WTF??? Carzy Kerl, aber ich find ihn cool.

 

Alles hier ist wie eine große Familie. Türen stehen alle offen, jeder läuft überall herein und jeder tratscht mit jedem. Ich denke, ich könnte länger hier bleiben, nur ist das ein Backpacker-Ort, kein wirklich ruhiger, zum Genießen der mexikanischen Kultur. Ein richtiges Surferresort eben. Voller Surfer und -Schulen. Am Strand hätte ich auch reiten können – mein großer Mädchentraum -, doch hatte ich auch dazu keine wirkliche Lust. Es waren schließlich meine letzten Stunden am Strand.

Außerdem sah das Pferd irgendwie verwirrt aus, verängstigt und war an die Kandare gefesselt.

 

 

 

Ein paar Jungs speieln Musik, Gitarre und Trommel und singen dazu. Echt chillig hier. Das, was ich von Sayulita bisher gesehen habe, sind Backpacker und Surftouristen über Backpacker und Surftouristen.

Selbst die angestellten in Bars sind Beachboys – und -girls. Viele Touristen also, allerdings eher von der Backpacker-Sorte.

Dass ich morgen am Strand surfen lerne, wie in Deutschland fest vorgenommen, bezweifle ich. So richtig überzeugt bin ich von der ganzen Sache noch nicht. Keine Ahnung warum. Vielleicht will ich das nur mit jemandem zusammen lernen, damits mehr Spaß macht.

So im Nachhinein war ich nach den 2 ½ Wochen einfach schon am Ende meiner Kräfte und Laune. Jeden Tag unterwegs sein, minimum 10 Stunden Busfahrt, wenig und vor allem schlechter Schlaf und der „Drang“, noch alles sehen zu wollen, was man sich vorgenommen hat, zerren einfach irgendwann an einem.

Einfach nur am Strand relaxen, ein paar Bier trinken und ya está, muy chido (wie man hier sagt)

Das reicht auch, bevors dann wieder in die Großstadt geht und ab nach Hause, nach Deutschland.

Der Strand, den ich ausgesucht hatte, Playa de los muertos, war bezaubernd! Vielleicht 300 Meter breit, 5 picknickende Familien, sauberer Sand und „eingemauert“ zwischen zwei Felswänden. Auf der einen Seite Hotels oder Ferienwohnungen, mit Blick aufs Meer. Hier waren dann auch wieder Mexikaner anzutreffen, das Flair gleich ganz anders als 500 Meter weiter am Surferstrand. Und ENDLICH gab es 5 Palmen direkt am Strand, ohne Zaun!!! Ich konnte also endlich meine Hängematte direkt am Meer aufspannen. Leider nur für eine Stunde, dann musste ich zum Bus. Wäre ich nur früher gekommen! Meine Hámaca ist schon jetzt mein Heiligtum, die muss irgendwie zu Hause in Deutschland aufgehangen werden (Und siehe da, da hängt sie nun, quer im Zimmer mit Blick auf 2 wehende Palmen... )

 



 

 

30.4.12 00:23
 



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