gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



Itchy Feet

* Themen
     Kolumbien
     Venezuela
     Peru
     Bolivien
     A Farmer's Diary
     Chile
     Argentinien
     Auf See im Mittelmeer
     Unterwegs
     Mexico
     Teneriffa
     Gran Canaria
     Madrid

* mehr
     nächste Ziele






Antikes Weltwunder und mein Eindruck vom Griechenland 2012

Das Schiff bietet verschiedene geführte Touren an, allerdings haben die einen abartig enormen Preis. Je nach Dauer, Aufwand und Sehenswürdigkeit zwischen 35 und 90 Euro. Wahnsinn! Auch die anfallenden Preise auf dem Schiff selbst sind finde ich recht hoch. Ein Bier für 5€, 15 Minuten 4D-Kino für 8€, ein Erinnerungsfoto für 15€ und ein Formel-1-Simulator für 20€.

 

In Olympia, bzw. Katakolon(so heißt die Stadt eigentlich richtig, Olympia ist nur aufgrund der antiken Sportstätte der gleichnamigen Spiele eher bekannt) haben wir daher nur einen Bustransfer gebucht (zwar auch 14€ pro Person, aber immerhin keine 69&euro

 

Die Promenade des kleinen Hafens ist recht nett, kleine Geschäftereihen sich aneinander und bieten Andenken für Touristen an. Doch sobald wir die Küste verlassen haben und ein paar Kilometer Landeinwärts fahren, reiht sich Armut an Reichtum, Straßenkinder an dicke Mercedes-Fahrer und bewachte Wohnanlagen an bewohnte Müllhalden. Hier haben sich Familien aus Plastiktüten und anderem Müll Wohnungen gebaut, andere leben in heruntergekommenen, leerstehenden Fabrikgebäuden.

 

Und mittendrin wir mit unserem fetten Reisebus mit Klimaanlage. Ich muss sagen, irgendwie schäme ich mich dafür. Ich komme mir vor wie im Zoo, wir die Besucher und die Menschen hier die begafften Affen und Elefanten. Wirklich scheußlich. Lieber würde ich öffentliche Verkehrsmittel nehmen, wobei ich bezweifle, dass es die hier gibt. Zumindest nicht so herablassend den Bewohner gegenüber.

 

Die Krise scheint die Bewohner Griechenlands regelrecht zerschmettert zu haben. Zumindest diejenigen, die eh nichts unternehmen können. Wer vorher schon wenig hatte lebt jetzt auf der Straße zwischen Müllbergen, die Reichen haben wahrscheinlich Glück und können Ihr Leben einigermaßen „normal“ weiterführen.

 

An der Situation selber kann ein einzelner nicht viel ändern, ich finde nur, dass viele Leute ökonomischer Reisen sollten; so, dass das entsprechende Land und nicht der gebuchte Reiseveranstalter davon profitiert.

 

Natürlich waren das nur die ersten Eindrücke während eines mehrstündigen Ausflugs und die Lebenssituation in Katakolon lässt sicher nicht auf ganz Griechenland schließen, aber schockiert hat es mich trotzdem. Kann ein ganzes Land innerhalb „kürzester“ Zeit so zerstört werden? Vielleicht war es in Katakolon schon immer so, was ich mir allerdings nicht vorstellen kann, immerhin ist es ein touristischer Anlaufpunkt.

 

 

Wie genau diese Ruinenstätte der ersten olympischen Spiele überhaupt aussieht, bzw. was einen dort erwartet, wusste ich nicht genau, ich wollte eigentlich nur die Zeusstatue (oder den damaligen Standort) suchen.

 

Nach 10 Minuten Fußmarsch kamen wir an, um in das Areal zu dürfen, mussten wir allerdings nochmal Eintritt zahlen. Davon hat uns davor natürlich niemand erzählt, aber nun standen wir schon davor und wussten sonst nichts mit der Zeit und Umgebung an zu fangen.

 

Drinnen fanden wir uns dann in einem einzigen Scherbenhaufen wieder, ein paar Säulen standen noch aufrecht, allerdings konnte man rein gar nichts von der jeweils daneben stehenden Beschreibung erkennen. Anscheinend gab es daThermenanlagen, Trainingslager, Gästehäuser, das Stadion selbst natürlich und und und (aufgregend und spannend ist was anderes, ich habe versucht, mich gleich zum Zeus-Tempel durch zu schlagen)

Übrig geblieben sind von alledem aber nur Bruchstücke, Ruinen und bemooste Steinbrocken.

Teilweise wurden neue Teile dazugebaut, damit es wenigstens nach einem kleinen bisschen MEHR aussieht. So auch beim Standort des Zeus-Tempels. Die Statue an sich ist schon seit Jahren nicht mehr an Ort und Stelle, die Gründe dafür weiß ich momentan leider nicht. Zeus stand jedoch umgeben von riesen Säulen, nicht eine originale war noch vorhanden. Irgendwann haben sie eine andere dazugebaut, wahrscheinlich, um die Touristen zufrieden zu stellen.

 

Als ob Zeus meine Enttäuschung gehört hätte, fing es in dem Moment, als ich ein Foto vor den „Resten“ der Zeus-Statue machen wollte an zu Regnen. Nicht nur ein bisschen, sondern in Strömen. Da an der Küste das beste Wetter überhaupt war, hatten wir natürlich keine Regensachen mitgenommen. (Das Komische war noch, dass eine Führerin am Anfang noch gesagt hat, dass die Regenzeit hier erst im November anfängt- wir haben Anfang Oktober)

Häuser oder ähnliches gab es auch nicht, wir wurden also recht schnell ziemlich nass.

 

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nach dem Regen waren wir aber recht schnell wieder trocken und konnten nach 1 ½ Stunden wieder mit dem Bus zurück fahren.

12.10.12 00:01
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung