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Itchy Feet

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Fazit: NOCH nicht meine Art, die Welt zu erkunden

Touristenfallen. Das gehört denke ich zu so einer Kreuzfahrt dazu. Immerhin ist eine solche Reise das komplette Gegenteil von einer Backpacker-Tour. Man bekommt alles vor die Nase gesetzt, hat nur eine begrenzte Bewegungsfreiheit und kann sich eigentlich nur an das von der Crew zusammengestellte Animations-Programm halten, um sich die Zeit zu vertreiben.

 

Das Schiff ist wirklich riesig, aber auf eigene Ideen kommt man nicht wirklich. Sobald der Kahn unterwegs ist, herrscht auf Deck meistens ein starker Wind, man kann sich es abends also nicht wirklich gemütlich machen. Das Theater-Programm spricht mich auch nicht so richtig an und die Discos sind selbst nachts voller Kinder.

 

Auf der anderen Seite ist es wirklich eine wahnsinns Vorstellung, jeden Tag in einem anderen Land zu ankern und sich die Stadt und Umgebung an zu schauen. Man muss sich um nichts kümmern, muss nicht überlegen, wo man als nächstes schläft, welchen Bus man nimmt um am besten nach Punkt X zu kommen und braucht sich keine Sorgen um die nächste Mahlzeit zu machen. Aber irgendwie liegt genau darin die Freiheit und das Abenteuer das mich so fasziniert!

 

Einer der Gründe, warum mich meine Großeltern eingeladen haben, war der schon immer bestehende Wunsch, einmal auf einem solchen Schiff zu arbeiten. Abgesehen von der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und dem fehlenden Platz für Eigenkreation, denke ich mir, dass die Animateure hier nicht 7 Tage die Woche, über 12 Stunden, 8 Monate lang die gute Laune haben können, die sie hier zum Besten geben. Ich kann mir vorstellen, dass viele einen Knacks weg haben, von was genau sei jetzt mal dahin gestellt, dass sie die anspruchsvollen Touristen so lange ertragen können. (Gestern stand ich an der Bar im Poolbereich, wo aus Sicherheitsgründen Getränke nur in Plastikbechern ausgeschenkt werden und nicht in den schönen Cocktail-Gläsern wie in der Karte abgebildet. Da hat doch im Ernst eine Dame zu diskutieren angefangen, warum sie den Cocktail nicht wie abgebildet bekommen hat. Die Sache mit der Sicherheit hat sich nicht so richtig einsehen wollen)

Das Personal kommt kaum vom Schiff runter und hängt ständig mit denselben Leuten rum, ohne wirklich eine Abwechslung zu haben (ok, es gibt speziell hier 1.100 Mitarbeiter, trotzdem auf Dauer monoton wie ich finde) Das funktioniert meiner Meinung nach nur in einem guten Freundeskreis, immerhin müssen Arbeit und Freizeit mit ein und denselben Personen geteilt werden. Aber ob man sich nach ein paar Monaten schon so gut aufeinander verlassen kann? Und zusammenhält wie Pech und Schwefel?

Ich kanns mir nicht vorstellen, irgendeinen Haken muss die Sache haben.

 

Dem Haken bin ich nicht auf die Schliche gekommen, sollte ich mich irgendwann doch auf einem Kreuzfahrtschiff wiederfinden, werde ich der Sache nachgehen und selbstverständlich berichten…. ;-)

26.10.12 22:00
 



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