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Itchy Feet

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Tag 8 – Fruitpicker und die ersten Nebenwirkungen des Farmlebens

Nach einer extrem kalten Nacht neben einem nicht allzu dichten Fenster habe ich mir Haferflocken mit Melone (aus dem Garten) gemacht und ein paar Scheiben Brot mit selbstgemachter Quittenmarmelade (die Quitten vom Nachbarn) bestrichen. Im Feueranmachen bin ich mittlerweile so gut wie die Jungs (man sagt ja immer, das wäre Männersache ;-)) So konnte ich mich ein bisschen aufwärmen, bevor es raus zu den Schafen geht.

Heute sollte ich die letzten Kürbisse und Melonen einsammeln, die Guten im Haus lagern und die Schlechten für die Schweine lassen. Da das Feld ziemlich weit weg ist und ein Eimer selbst mit kleinen Kürbissen schnell voll ist, habe ich mir eine Stute von den Pferden geholt, aufgesattelt und an den Seiten Eimer und Taschen befestigt, damit wir mehr transportieren können und ich nicht alles so weit tragen muss. Meine anfängliche Angst, sie würde auf die Kürbisse und Melonen drauf treten oder sie auffressen, legte sich schnell, sie gab sich mit Unkraut und sonstigem Grünzeug zufrieden und schien den Job nicht zum ersten Mal zu machen.

 

Robbie, der Besitzer der Finca, redet nicht sonderlich viel über die Leute, die schon hier waren. Generell ist er ein komischer Typ und ich bin froh, dass er ein paar Kilometer weiter wohnt und nur ein- oder zweimal am Tag vorbei kommt, um nach dem Rechten zu sehen.

Jedenfalls sind das Haus und die Einrichtung ziemlich runtergekommen, sonderlich lang scheint hier wohl niemand geblieben zu sein. In der ersten Woche haben die Jungs ein Sofa gebaut und wir haben Spinnweben entfernt, die Ecken ausgeputzt und die Zimmer mit Tischen und Kleinigkeiten gemütlicher gestaltet. Die Tischbeine haben wir aus alten Flaschen oder roten Backsteinen gebaut und als Tischplatte eine Glasscheibe oder zusammengezimmerte Holzbretter genommen. Und jetzt lässt sichs wirklich schon gut leben hier.

Meine Hände weisen dafür schon ordentliche Gebrauchsspuren auf: Brandblasen und solche, die entstehen wenn Schmutz und Schweiß aufeinander reiben. Die hab ich vom vielen Arbeiten mit Mistgabel, Sense und Hacke, um das Gras zu hauen. Die ersten Ansätze für richtige Hornhaut sind auch schon zu erkennen; kleine schmerzhafte und verhärtete Stellen. Und unzählige Kratzer über Arme und Beine verteilt. Richtige Arbeiterhände eben… ;-)

4.6.13 18:16
 



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