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Itchy Feet

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Tag 14 – Halbzeit!

Wir sind wieder zu viert, ein Gringo aus Kalifornien und ein Pärchen aus Belgien leisten mir Gesellschaft. Das heißt, ich bleibe wie geplant bis Ende des Monats. Sarah treffe ich in Mendoza, ich werde also für drei Tage von der Farm fliehen und mich mit ihr in der 200 Kilometer weit entfernten Stadt treffen. Ein bisschen Sightseeing, eine Weintour und die letzten Stunden zusammen, bevor wir uns wieder trennen und erst in München wieder sehen.

Auf der Farm hat sich viel geändert, nachdem die Kühe und Pferde jeden Tag aus ihren Koppeln ausgebrochen sind und wir mehr damit beschäftigt waren, sie einzutreiben statt andere Sachen zu erledigen, haben wir vor allem den Pferden den Zugang zu den Koppelteilen gesperrt, aus denen sie immer ausgebüchst sind. Bis wir von Robbie alle Teile für die Reparatur der Zäune haben, muss eine provisorische Absperrung halten. Die meisten Zäune bestehen nur aus einem Draht zwischen ein paar Holzstämmen, die mehr oder weniger im Boden verankert sind, da springen die Pferde locker drüber oder rennen unten drunter durch.

Das Problem ist, dass es wohl einige Zeit dauern wird, bis uns Robbie die benötigten Materialen bringt. Ideen findet er immer gut, aber er braucht gefühlte fünf Anläufe, bis er uns die Sachen kauft und wir zu arbeiten anfangen können. Generell ist die Farm eher schlecht ausgestattet. Grundlegende Werkzeuge fehlen, bzw. sind nur wenig vorhanden. Hammer, Nägel, Holzbretter, Eimer, Seile – viele Basics sind nicht vorhanden.

 

Da eines der Schafe gestohlen wurde, haben wir die letzten beiden (es waren mal 30, aber die wurden alle geklaut oder von wilden Hunden gefressen) zu den Schweinen gesperrt, der ihr Gehege ist näher am Haus. Morgens sollten wir sie raus  auf ihre Koppel bringen und abends wieder zurück zu den Schweinen. Da sie sich aber nicht anfassen, geschweige denn fangen lassen, war das leichter gesagt, als getan und es wurde jedes Mal ein Kampf die beiden von einem Ort zum anderen zu bekommen. Nach ein paar Tagen entschieden wir, sie bei den Schweinchen zu lassen, da der Stress, dem sie (und wir! ;-)) jedesmal ausgesetzt wurden, zu viel für alle Beteiligten war.

Da sie bei den Schweinen allerdings kein frisches Gras bekommen, mussten wir ihnen jeden Tag Unkraut schneiden und zufüttern.

Heute haben wir die perfekte Lösung gefunden, wir werden sie auf ihrer Koppel lassen und sie nachts in einer kleinen Hütte dort einsperren, in der Hoffnung, sie werden dort nicht gestohlen.

 

Die Weiden der Kühe und Pferde werde ich in den nächsten Wochen auch so hinrichten, dass jeweils zwei Parts gesperrt werden, damit das Gras dort wachsen kann und die Tiere nur in einem dritten Teil grasen.

 

Bobbie kam an einem Samstag, an diesem Abend feierten wir Ards Geburtstags. Ich fasse es kurz: No losts, no memories – pferfect night! Am nächsten Tag konnte man nichts mit mir anfangen, Bobbie schmiss die Finca mehr oder weniger selbst. Das Resultat waren zwei freilaufende Schafe, zwei fast strangulierte Schweine und zwei offene Koppeltore von den Kühen und Pferden.

 

 

Meine Arbeiten bisher: Wassergräben buddeln, Tiere füttern ,Pferde pflegen, Tomaten/ Melonen/ Kürbisse ernten, Holz sammeln und hacken, Zäune richten, Marillen einkochen, Marillenmarmelade kochen, Tomatensoße einkochen, Hausgestaltung, Müll verbrennen, Unkraut jäten und verbrennen (Thumble Weed)

 

 

4.6.13 21:28
 



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