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Itchy Feet

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Tag 20 – Fucking bastard

Robbie ist wirklich unschlagbar! Unschlagbar scheiße! Wie kann man so verdorben sein? Gestern fragte er die anderen wieder nach seinem Asado. Er läd uns jedes Wochenende zu einem Asasdo zu sich zu Hause ein, für das wir 50 Pesos pro Kopf zahlen sollen. Was ist denn das für eine Einladung? „Ich lad dich für 50 Pesos zum Asado ein“ (50 Pesos sind etwa 6 Euro, es geht hier allerdings ums Prinzip und darum, dass man ein wirklich gutes Asado schon ab 30 Pesos bekommen kann)

Wir lehnen alle dankend ab, zumal wir keine Lust haben, bei ihm zu Hause am Ende auch noch den Abwasch machen zu müssen und sein Haus aufräumen zu müssen (es sieht dort schrecklich aus) oder gar die doofen Oliven vom Baum pflücken zu dürfen, die er am Ende eh weg schmeißt, weil er keine Ahnung hat, wie man sie einlegt.

Am Nachmittag kommt er mit Bobbie vom Einkaufen zurück und ruft ihm zu, er soll schonmal das Feuer machen, damit er dann kochen kann. Fragend schaue ich Bobbie an, er lächelt verklemmt und erklärt mir, dass Robbie heute Fleisch grillen will.

„Also doch ein Asado? Wer hat das Fleisch gezahlt?“, frage ich Bobbie und ahne schon den Oberknaller.  „Ich wollt es dir erst nicht sagen, weil ich weiß, wie du reagierst – das Fleisch hab ich gezahlt. Robbie hat es mir im Supermarkt in meinen Korb gelegt und gemeint, er zahlt es mir später zurück.

Jetzt läd sich Robbie also selbst zum Asado grillen ein und lässt uns auch noch zahlen??? Unfassbar! Dieser Kerl ist wirklich unfassbar! Und ein notgeiler Sack obendrein!

Da komme ich gerade aus Mendoza zurück und freue mich wirklich wieder auf die ruhigen Tage und die tolle Landschaft und dann beginnt der erste Tag gleich so.

 

In der früh hat es schon mit dem Wasser angefangen. Die Wasserversorgung hat diesmal wirklich viel Wasser geschickt. Alle Felder haben wir bewässert, der Rest sollte irgendwo auf dem Grundstück in eine Kuhweide laufen. Sonntags müssen wir nicht arbeiten, Robbie müsste eigentlich alles selber machen. Trotzdem frägt er mich, ob ich ihm einen Gefallen tun könnte und das Tor „da hinten“ fürs Wasser schnell öffnen könnte, damit es durchlaufen kann. Ein Tor einfach öffnen, das ist selbstverständlich okay, so kleinlich bin ich hier nicht. Am Ende stand ich zwei Stunden um das scheiß Wasser in die richtige Richtung zu leiten. Und er hat es mit 100%er Sicherheit gewusst, dass es mehr bedarf als nur ein Tor zu öffnen. Ob ich ein „Danke“ gehört habe? Selbstverständlich nicht. Rohling. Dieser Mann hat wirklich alle „Social Skills“verloren.

 

Ich frage mich gerade wirklich, warum ich nicht einfach meine Sachen packe und weiter ziehe.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Dieser Mensch ist wirklich unfassbar! Aber der Ort, die Arbeit mit Bobbie, die Tiere, die Natur und die Nachbarn sind wirklich toll. Außerdem habe ich es mir vorgenommen, vier Wochen hier zu bleiben. Außerdem bekommt eine unserer Ziegen wahrscheinlich Babys. Und ich will nicht wegen allem, was mir nicht in den Hut passt, wegrennen. Nein, das zieh ich durch. Irgendwann muss Robbie ja verstehen, dass ich ihn und seine Witze überhaupt nicht lustig finde, im Gegenteil – widerlich! Zum Glück kommt er nur zweimal am Tag vorbei und redet scheiße daher. Heute meinte er, als ich ihn nach einer zweiten Trense für die Pferde fragte, ich soll doch eine Schnur als Trense nehmen.  Also die Schnur als Gebiss, ins Maul vom Pferd. Das hätte mal ein Typ gemacht, der seit 5 Jahren mit Pferden arbeitet. Lieber lasse ich das Pferd in der Herde, statt dass ich das tue. Ich steck ihm doch auch kein Seil in sein Maul oder? Zumal wir auf der ganzen Farm auch nur zwei Seile haben und die überall gebraucht werden.

 

Die Pferde sind heute zum x-ten mal ausgebüchst. 5 mal habe ich Robbie gesagt, dass wir die Zäune machen müssen, glaubst du, er hat auch nur annähernd irgendwelche Materialien dafür gebracht? Nichts! Ich warte auf den Tag, an dem irgendetwas passiert und ich es ihm so richtig unter die Nase reiben kann.

4.6.13 21:32
 



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