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Itchy Feet

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Tag 21 – Nachwuchs über Nacht!

Unsere 8 Kühe treiben wir jeden Abend zum Wasserreservat, damit sie einmal am Tag trinken. Von sich aus kommen sie etwa jeden dritten Tag und das ist mir zu wenig.

Also mache ich mich mit Chucky auf den Weg, um sie einzutreiben. Normalerweise wissen sie, wo sie hin müssen wenn sie dich sehen und es ist kein großer Act sie zusammen zu treiben. Auch diesmal starten sie in die richtige Richtung und laufen einige Meter gemütlich vorwärts, bis plötzlich eine Kuh laut zu Muhen anfängt, auf der Stelle kehrt macht und in die andere Richtung läuft. Und zwar richtig schnell. Wie von der Tarantel gestochen galoppiert sie in das dichte Feld hinein.

Verwirrt über diesen Ausbruch schaue ich ihr nach – rennen bringt ja eh nix, die ist tausend Mal schneller als ich. Und plötzlich rennen ihr auch alle anderen Kühe hinterher. Fehlt vielleicht eine? Der Bulle hat mal eine fehlende Kuh „abgeholt“. Die stand hinter einem Zaun und konnte nicht mit der Herde mit, da ist er außen rum und zusammen sind sie dann zur Herde zurück. Ich zähle, um zu überprüfen, ob vielleicht wirklich eine fehlt, aber nein, es sind acht. Verwundert über das Verhalten schleiche ich ihnen nach, ins dichte Gestrüpp hinterher. Auch das ständige muhen verwirrt mich und macht mich neugierig. Da muss doch mehr dahinter stecken, als Kuh-Denke. Ich folge ihr in meinen Flip-Flops durch hohe Gräser und entdecke plötzlich ein kleines, braunes sich bewegendes Etwas in der Größe eines Hundes. „Eine Baby-Kuh!!!“, schreie ich laut, obwohl mich niemand hören kann. Mama Kuh muht mich zur Bestätigung nur an und sucht zusammen mit ihrem Kleinen das Weite und die Sicherheit der Herde. Langsam treibe ich sie zusammen mit dem Nachwuchs Richtung Tränke.

Es scheint ein kleiner Bulle zu sein, am Arsch klebt sogar noch Gebärmutterschleim. Er ist pur pur braun und hat einen weißen Kopf mit kleinen Knopfaugen. Das Laufen sieht noch eher wackelig aus, er scheint wohl erst letzte Nacht geboren worden zu sein. Zuckersüß!

 

Robbie wusste von der trächtigen Kuh natürlich nichts, seine einzige Reaktion: „Seltsam, normalerweise werden Kälber nur im Frühjahr geboren“. Euphorie Fehlanzeige.

 

 

Unser dünnstes und schwächstes Pferd „Jenny“ wurde heute zum „Jonny“. Nachdem sich Max immer fleißig um sie gekümmert und ihr den weiblichen Namen verpasst hat, bin ich davon ausgegangen, dass es sich auch wirklich um eine Stute handelt. Immerhin hat Max eine Menge Erfahrungen mit Pferden, er ist Hobbie-Hufschmied.

Nachdem Max zum Nachbarn gewechselt ist, habe ich die Pflege übernommen und keinen Blick auf das Geschlecht des Pferdes geworfen, unser Pferdeflüsterer wird’s ja wohl wissen, oder? Denkste.

Heute stand ich auf der Koppel und reparierte gerade zusammen mit Bobbie einen Zaun, als mein Blick zufällig „Jenny“ streifte, bzw. sein bestes Stück, das er entspannt Preis gab. Mehr als verwirrt ging ich näher und begutachtete das Outing. Jenny ist also ein Jonny, ein ruhiger Wallach, mit dem man wohl Pferde stehlen kann, wenn man einmal sein Herz gewonnen hat. Mir jedenfalls ist er als Jonny viel sympathischer als als Jenny…

4.6.13 21:40
 



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