gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



Itchy Feet

* Themen
     Kolumbien
     Venezuela
     Peru
     Bolivien
     A Farmer's Diary
     Chile
     Argentinien
     Auf See im Mittelmeer
     Unterwegs
     Mexico
     Teneriffa
     Gran Canaria
     Madrid

* mehr
     nächste Ziele






Tag 22 – Feuerbrot.

Während ich zu Hause in München Schwierigkeiten gehabt hätte, ein normales Brot im Ofen oder in der Brotbackmaschine zu machen (es wäre wahrscheinlich schon am Rezept gescheitert), mixe ich hier einfach ein paar Zutaten zusammen,bis sie eine passende Konsistenz haben, lasse den Teig eine Weile gehen und schiebe den Fladen dann auf einem Blech in den Kamin.

Das erste Brot war mehr verbrannt als essbar, aber von Mal zu Mal werde ich besser. Heute habe ich sogar versucht, Haferflockenkekse im Kaminofen zu backen. Wenn ich die Farm verlasse, bin ich mit Sicherheit Meisterin im Kaminofen-Backen! ;-)

 

Nachdem ich Robbie gefühlte tausend Mal nach einem Plan von seinem Grundstück und seinen Feldern gefragt, jedoch keinen bekommen habe, habe ich heute selbst einen gezeichnet. Eigentlich sollte das für ihn eine Sache von 10 Minuten sein, aber nein, ich muss eine Stunde dafür opfern. Ich bezweifle, dass er die Anordnung seiner Felder und die dazugehörigen Wege in seinem Kopf hat, sonst hätte er es wohl kaum so ewig raus gezögert, oder?

Den Tank der Schafe haben wir heute auch aufgefüllt, eine extrem nasse Angelegenheit ist das. Mit einer Pumpe wird Wasser in einen Schlauch gepumpt und mit Druck den Weg zum Tank geleitet. Dort muss erst der Tank aufgefüllt werden und dann etwas Wasser in einen anderen Schlauch (der zur Tränke führt) gefüllt werden. Wäre nicht so schwer, wenn auf dem einen Schlauch nicht so viel Druck wäre und er nicht übersäht von Löchern wäre. Zum Glück hat Bobbie die Drecksarbeit machen dürfen, ich sollte nur den Schlauch mit dem Druck drauf halten. Nass geworden sind wir trotzdem beide.

Robbie die Sau wusste das natürlich von vorneherein und hat so getan, als ob er an der Tränke #820 Meter weit weg) etwas überwachen muss. „Es könnte ein bisschen nass werden“, war das Einzige, was er zu uns gesagt hat. Asshole!

 

Morgen fangen wir an, die Zäune und Tore zu reparieren, bzw. zu bauen. Ich würde gerne die Kuh- und Pferdekoppeln komplett so herrichten, dass jeweils zwei Teile gesperrt werden können, damit dort Gras nachwächst, während sich die Tiere in der dritten Weide aufhalten. (Was bei uns in Europa für kleine Koppeln normal ist, scheint auf Robbie‘s Finca Tamara irgendwie untergegangen zu sein)

Hoffentlich stecken wir unsere ganzen Mühen nicht umsonst in diese Farm, viele Volontäre sehen den Ort eher als  Chillout- und Relaxzone an und arbeiten nicht wirklich effektiv.

Generell scheint das fast überall bei Woofing und Workaway-Freiwilligenarbeit so zu laufen und da ist es kein Wunder, dass man für die Arbeit in Projekten immer öfter seine Unterkunft und Verpflegung selber zahlen muss.

Für eine Woche war ein belgisches Pärchen hier, das Mädchen hat fast nichts gearbeitet, saß nur rum, hat ihr Buch gelesen, eine Menge Feuerholz verbraucht und hat die Arbeit uns machen lassen. Was soll schon passieren? Robbie sagt eh nichts, geschweige denn, dass er die Arbeiten kontrolliert.

4.6.13 21:41
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung