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Itchy Feet

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Tag 26 – Fiesta de la Patria/ Unabhängigkeitstag

Es ist Samstag und der Nationalfeiertag in Argentinien. Gestern hat uns Robbie erzählt, dass sich das ganze Dorf versammelt, um zusammen zu feiern. Mit Tänzen, Aufführungen, Pferderennen, Asado, Artcraft und vielen anderen Leckereien. Natürlich wollen wir da hin und mitfeiern! Um elf will er da sein, dann soll es losgehen. Max, Mike und Vicky wollen auch kommen, das wird sicher super!

Um halb elf ist Robbie da, zusammen mit einem neuen Volunteer, Leonardo aus Italien, der will allerdings erst noch duschen und eine Stunde schlafen. Max kommt pünktlich um elf und fragt, ob wir nicht mit ihm mitwollen, Leonardo soll mit Robbie nachkommen. Noch besser, ich kann Robbie mittlerweile überhaupt nicht mehr ausstehen. Dem gefällt das natürlich gar nicht, dass wir nicht mit ihm auf die Fiesta fahren, aber das geht mir am Allerwertesten vorbei.

Auf dem Weg sammeln wir noch ein argentinisches und ein deutsches Pärchen ein, alles Besucher, bzw. Volunteere von Mike.  10 Leute in einem Pickup, natürlich sitzen wir hinten auf der Ladefläche, lassen uns den Wind durchs Gesicht wehen und fühlen uns dabei mächtig cool! ;-) Nein im Ernst, es gibt keinen besseren Platz als die Ladefläche!

Es geht über Schotterstraßen quer durch die Landschaft an einen abgelegenen Ort. Schon von weitem sehen wir die Rauchwolken der Asados (Barbecues) und am Straßenrand immer mehr geparkte Autos mit offenen Türen, aus denen Folklore dröhnt und die Familien an einem Klapptisch Bier, Wein, Cola und Fleisch genießen.

Mike schmeißt uns am Eingang des Festplatzes raus, wir können also alleine losziehn. Vorbei an Popcorn und Zuckerwatte-Ständen schlendern wir die zwei Schaustellerstraßen entlang. Die Buden verkaufen von handgemachten Souvenirs über Obst und Billigware aus China einfach alles! Und ich finde endlich einen schönen und preisgerechten Mate für die Daheimgebliebenen.

 

Es zieht uns sehr schnell an die Empanada-Stände (mit gewürztem Hackfleisch und Ei gefüllte und frittierte Teigtaschen); dazu Bier und im Hintergrund stimmungsvolle, argentinische Musik. Männer und Frauen geben mit geschwellter Brust ihre Trachten preis und selbst die jüngsten tragen schon traditionelle Kleider.

Wir ratschen, scherzen, teilen Bier und Essen und genießen den super sonnigen Tag in vollen Zügen. Ich fühle mich wie zu Hause, die Hälfte der Anwesenden habe ich schon längst in mein Herz geschlossen! Max ist wie ein großer Bruder, Bobbie ein liebenswerter Perfektionist und auch mit dem deutschen Pärchen, Ingrid und ‚Matthias bin ich auf einer Wellenlänge.

Vielleicht bleibe ich doch noch eine Woche länger, bis Max und das Pärchen abreisen. Ingrid und Matthias sind neun Tage mit einem alten Kinderwagen und einer Sackkarre durchs Land gezogen, das will ich definitiv auch machen! Zu Fuß eine gewisse Strecke zurücklegen und einfach mal „anders“ reisen. Nicht alleine, das wäre zu langweilig und fürs wildcampen wäre es mir auch zu gefährlich.

 

4.6.13 21:45
 



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