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Itchy Feet

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Manchmal ist es alles andere als Langzeiturlaub

Drei Tage wach, oder schon vier? Drei Nächte sind’s auf jedenfall. Ich bin am Arsch. Habe kein Zeitgefühl mehr. Halbtot schleppe ich mich von Bus zu Bus und Gate zu Gate.

Alles fing mit diesen Aussies und den vier Rumflaschen an. „Glaubst du im Ernst, du gehst ohne Abschiedsparty?“ Oh fuck. Ich nehme mir vor, nicht viel zu trinken, doch dann spielen sie dieses Trinkspiel. Die Regel der Ass-Karte: „Luisa drinks till drunk“ (Luisa trinkt, bis sie betrunken ist) Ich spiele also gar nicht mit und muss trotzdem trinken. Schöne Regeln.

Am Ende bin ich die letzte, die um vier im Bett ist. Vorher packe ich noch irgendwie meinen Rucksack und schlafe dann nicht ganz zwei Stunden meinen Rausch aus.

Ich verabschiede mich sturzbetrunken, packe den Rest zusammen und trotte zum Bus.

 

Das war’s also. Lobitos. Die wohl beste Zeit des vergangenen Jahres. Aber es ist kein Abschied für immer; wie an viele Orte, will ich auch hierher zurückkommen. Aber diesmal wirklich, wenn es sein muss mit allen Mitteln.

 

Drei Stunden später bin ich in Mancora, der nächstgrößeren Stadt, und buche von dort meinen Nachtbus nach Quito, Ecuador.

Mangelnde Beinfreiheit macht einen ruhigen und nach einer durchzechten Nacht dringend notwendigen erholsamen Schlaf unmöglich.

Zum Frühstück gibt es im Bus ein Tellerchen mit salzigem Fleisch, Kartoffeln und gesalzenem Mais. Das tut gut!

Den Vormittag verbringe ich in Quitos Vororten, kaufe letzte Souvenirs ein, esse einen Teller Kartoffelbrei mit Ei und Fleisch und fahre am Abend mit vier verschiedenen Bussen zum Flughafen. Warum zum Henker gibt es keine Direktverbindung? Mein ganzes Gepäck von Bus zu Bus schleppen schafft ganz schön. Ich bin am Ende als ich ankomme und suche mir einen Fleck in einer Ecke, um zur Ruhe zu kommen. Aber immer wieder fallen mir die Augen für ein paar Minuten zu; ich schrecke durch irgendwelchen Lärm hoch und sinke wieder zurück. An Schlaf ist am Flughafen von Quito also nicht zu denken. Grelle Lichter all night long, Stimmengewirr ankommender Passagiere und Jhonny Cash’s Ring of fire lassen mir keinen Schlaf.

Ich esse einen Burger mit Pommes und frittierten Zwiebelringen. Auch das tut gut und gibt mir für zwei Stunden neue Energie.

Um drei Uhr Nachts darf ich endlich mein Gepäck einchecken und es mir in den weitaus ruhigeren Wartehallen gemütlich machen. Immer wieder falle ich in Sekundenschlaf und erwache durch erschöpfte und zuckende Muskeln. Ich kaufe Chips und gesalzene Nüsse. Warum zum Teufel macht Müdigkeit so einen Saumagen? Nichts als deftiges Essen verlangt mein Körper.

Im Flugzeug setze ich mich auf meinen Platz und bekomme den Start gar nicht mit. Eingeschlafen. Das Frühstück (Ei, Kartoffelbrei und eine ölige Wurstscheibe) verschlinge ich in zwei Minuten. Mein Magen bedankt sich abermals. Ich will an die paar Minuten Schlaf noch etwas anhängen, aber nein, wir landen schon wieder.

Es ist acht Uhr morgens, ich bin in Bogotá, Kolumbien, am Flughafen und verdrücke eine Lasagne zum zweiten Frühstück. Nebenan trinken sie Kaffee und essen Marmeladenbrötchen.

Mein Anschlussflug nach Curacao, eine niederländische Insel in der Karibik, geht in sechs Stunden; vielleicht finde ich ja hier irgendwo eine stille Ecke, wo ich endlich meine RUHE habe….

 

 

16.12.13 20:18
 



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