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Itchy Feet

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Chetumal und die Geschichte, als wir als Touristen völlig abgezockt wurden

La Laguna de siete colores.

Es ist zwar nur eine riesengroße Süßwasserlagune, aber so habe ich mir die Karibik vorgestellt. Türkises Wasser und dazu Strohhütten und mexikanische Musik. Kaum Touristen, das macht alles viel entspannter.

 

Gestern Nacht bin ich mit Joe und Michael nach Chetumal gefahren, bei der Frage nach einem Hostel verwies uns der Taxifahrer auf eine Unterkunft, für 100 Pesos pro Person. Wir willigten ein und er fuhr uns für 50 Pesos ca. 200 Meterweit. Das hätten wir auch laufen können -.- Dann standen wir vor einem verriegelten Haus, kein Licht, gar nichts. Das Schild mit der Aufschrift „Hostel“ war ebenfalls nicht beleuchtet. Ich dachte mir, dass das die größte Absteige sein wird, die ich bisher gesehen habe und habe mich schon auf Kakerlaken und Co eingestellt. Plötzlich ging Licht an, das Sicherheitsgitter öffnete sich und ein Chico bat uns herein.

Und plötzlich wurden aus den 100 Pesos 180, wir gaben ihm je 200 (auf die er natürlich nicht wechseln konnte) und waren froh, ein Bett und ein Dach über dem Kopf zu haben. Das Hostel war- entgegen allen Vorstellungen- richtig schön, groß, alles neu und sehr sauber. Die Inhaber eine liebenswerte Familie, die uns zum Frühstück an Ihre Esstisch einlud (leider war das Rührei so scharf, dass ich nur etwas probieren konnte. Aber zum Glück gabs für die „Gringos“(= hauptsächlich werden in Südamerika die Amis so bezeichnet, aber auch alle anderen Englisch sprechenden Touristen) auch normales Rührei.

Die 20 Pesos, die er uns am nächsten morgen zurück geben wollte, haben wir natürlich nie wieder gesehen. Für mich hat er noch aus seinen Hosentaschen 9 Pesos zusammengekratzt, angeblich hat der Chef das ganze Wechselgeld bei sich und der war natürlich grade nicht im Haus – jajajaja, is klar...


Dann hieß es Abschiednehmen von meinen zwei Gefährten. Ich war traurig, weil wir uns richtig gut verstanden haben, 3 Tage auf engstem Raum zusammen lebten und so viel gelacht haben. Deutsch habe ich ihnen beigebracht und sie mir ihr American English (50% davon habe ich eh nie verstanden, wahrscheinlich war es gerade deswegen so lustig mit den beiden) Ich muss sie unbedingt in Arizona besuchen, dann zeigen sie mir ihr zu Hause. Es ist echt anstrengend, immer zwischen Spanisch und Englisch zu switchen, daher bin ich froh, erstmal wieder Deutsch denken zu können.

Dass die beiden im Endeffekt meine besten Begleiter auf der Reise waren, wusste ich dann 3 Wochen später. Ich bin so froh, die zwei kennen gelernt zu haben und werde sie mit Sicherheit irgendwann besuchen. Mit Ihnen konnte ich über Gott und die Welt sprechen, über meine Kindheit und mein Leben in Deutschland diskutieren, wir haben kulturelle Unterschiede zwischen USA und Deutschland festgestellt, aber vor allem habe ich richtige Amis kennengelernt :D Wenn alle US-Amerikaner so sind, dann ists kein Wunder, dass es das Land der unbegrenzten Möglichkeiten genannt wird. Einfach crazy ….

18.4.12 14:11
 



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